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Geschichte der Dildos

Die Bezeichnung für "Dildo" hat seinen Ursprung wahrscheinlich in dem lateinischen Wort "dilectus", was in etwa "Entzücken" bedeutet. Ein Dildo ist heute eine klassische Nachbildung eines erigierten Penis, welcher allerdings erst in der Gegenwart der sexuellen Stimulation dient. Die Ursprünge des Dildos gehen jedoch schon weit zurück.

Steinzeit und die alten Ägypter

Bereits im Jahr 2005 wurde ein 28.000 Jahre alter Phallus entdeckt, von dem allerdings nicht klar ist, ob es sich um ein Schlagwerkzeug handelte oder er als Dildo verwendet wurde. Gefunden wurde ein anthrazitfarbener Stein, der einem männlichen Glied nachgeahmt war. Dieser Stein war etwa 19 Zentimeter lang, drei Zentimeter dick und vier Zentimeter breit. Bereits bei den alten Ägyptern wurden Dildos verwendet, die damals aus Ton bestanden. Aus dem alten China kennt man entsprechende Utensilien, die dort aus Porzellan angefertigt wurden.

Sexspielzeug bei Kleopatra

Die berühmte Königin Kleopatra gilt als Erschafferin Lust bringender Methoden der sexuellen Selbstbefriedigung. Sie gilt als die Erste, die durch Erfindungsreichtum bewies, ihre Lust zu befriedigen. Bekannt ist, dass sie einen mit Bienen gefüllten Vibrator verwendete, um dadurch ihrer Lust nachzugehen. Bekannt ist, dass Kribbeln und Krabbeln sowohl von Bienen, als auch von Fliegen oder Ameisen, zur sexueller Stimulation der Frauen im alten Ägypten verwendet wurden. Daneben gab es auch noch andere Materialien, wie zum Beispiel Ton oder Holz. So entstand gewissermaßen auch der erste Holzdildo.

Antike Dildos in anderen Kulturen

Die alten Griechen nannten Dildos "Olisbos". Griechenland galt tatsächlich als erstes Zentrum für die Herstellung von Dildos, die aus Holz angefertigt und anschließend mit Leder überzogen wurden. Diese Olisboi sollten der Verehrung von Dionysus, dem Gott des Weines und der Ekstase dienen. So befinden sich auf zahlreichen antiken Vasen Abbildungen dieser Olisboi, welche teilweise bis zur Länge eines Unterarmes reichte. Allerdings ist nicht genau bekannt, ob diese Spielzeuge tatsächlich zur Anwendung kamen oder möglicherweise doch einem religiösen Zweck dienten. Hinzu kamen weitere Varianten, wie Dildos aus Glas oder Ton, die sogar mit Eselsmilch befüllt wurden. Dadurch sollte eine bessere Befriedigung der Klitoris erfolgen.

In Afrika wurden von Frauen Früchte und Pflanzen zur sexuellen Stimulation verwendet. Auf den polynesischen Inseln wurden unreife Bananen verwendet. Aus dem Vorderen Orient und Japan sind Früchte, Pilze und Pflanzen bekannt, die beim Einführen anschwollen.

Antiker-Dildos Delos Museum

Begierde im Mittelalter

Die aus der Antike kommenden Olisboi wurden später als Heilmittel verwendet, um Unterleibsschmerzen zu bekämpfen. Allerdings sorgte die Kirche dafür, dass im Mittelalter alles verbannt wurde, was zur Stimulation sexueller Lust beitrug. Frauen sollten Lust nur noch erleben, wenn sie sich fortpflanzen. Während auf diese Weise die Kirche versuchte, Zucht und Ordnung zu propagieren, kam es an vielen Höfen zu regelrechten sexuellen Orgien. Dildos hießen im zwölften Jahrhundert "Godemiche" was in etwa "künstlicher Penis" bedeutet. In Italien wurden sie als "Eilettos" bezeichnet, was für "Freude und Vergnügen" steht. Auch in Beichtprotokollen des Mittelalters befinden sich Berichte, dass Frauen trotz der Reglementierungen der damaligen Kirche Befriedigung suchten und beispielsweise Gegenstände aus Holz zur Befriedigung sexueller Lust verwendeten.

Verwendung als Heilmittel

Im Spätmittelalter änderte sich allmählich die bisherige Haltung. Dildos wurde sogar eine heilende Wirkung nachgesagt. So beobachteten die damaligen Mediziner, dass der Einsatz von Vibratoren einen besonderen Effekt auf ihre weiblichen Nutzer hatte. Dies führte dazu, dass Bauchschmerz, Blässe, Schlaflosigkeit und sogar eine vorhandene "rege Fantasie" durch den Einsatz von Vibratoren behandelt wurde. Zur damaligen Zeit galten bei Frauen erotische Fantasien, Nymphomanie, Melancholie, Verwirrung und Nervosität als "Erkrankung". Eine weitere Methode waren Genital-Massagen mit der Hand, die insbesondere gegen Hysterie angewendet wurden. Danach gab es sogar eine Art Hydrotherapie, bei der ein Wasserstrahl zur Beruhigung von Frauen auf den Genitalbereich angesetzt wurde.

Das neunzehnte Jahrhundert

1869 patentierte der amerikanische Arzt George Tayor den ersten Vibrator, der als Gegenmittel gegen Hysterie verwendet werden sollte. Es handelte sich um einen Tisch, der als "Manipulator" bezeichnet wurde. Auf diesem mussten sich Patientinnen mit dem Gesicht nach unten legen. Gleichzeitig wurde ihr Geschlecht mit einem durch Stab massiert. Nach etwa zehn Minuten sollte bei Frauen der Orgasmus einsetzen, um diese zu beruhigen. Bedingt durch die nicht grade einfache Anwendung, wurde dieser Manipulator nur in Arztpraxen angewendet.

Daneben gab es noch verschiedene andere "Therapieformen", die der Damenwelt offenbar große Freude bereiteten. Frauen, die der gehobenen Gesellschaftsschicht angehörten, fuhren öfters zu einem Arzt, der sie meistens einmal pro Woche massierte. Andere Mediziner empfahlen Ausritte mit dem Pferde oder empfahlen gar die über das Gleisbett fahrende und dabei ruckelnde Eisenbahn. Daneben gab es in den seinerzeit florierenden Badeorten spezielle Duschstühle, Wasserfälle und sogar Jakuzzi-Becken, die sich großer Beliebtheit erfreuten. In dem britischen Badeort Malvern sprach man sogar davon, dass Frauen nach einer "Hydrotherapie" derart befreit und glücklich seien, "als hätten diese Champagner getrunken".

Zwischenzeitlich entwickelte sich das Krankheitsbild "weiblicher Hysterie" sogar zu einer Mode-Diagnose, unter der Mediziner Erscheinungen wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Verstimmungen aufzählten. Allmählich wurden immer mehr Stimmen laut, die Abhilfe gegen dieses Phänomen forderten.

Im Jahr 1883 wurde durch Joseph Mortimor Granville der erste Vibrator erfunden, welcher mit Batterien betrieben wurde. Dieser sogenannte "Percuteur" wurde in den damaligen Werbeanzeigen als medizinisches Gerät gegen Kopf- und Nervenschmerzen angepriesen.

Das zwanzigste Jahrhundert

Im Jahr 1900 gab es auf der Pariser Weltausstellung erstmals Vibratoren zu bewundern, die seinerzeit über unterschiedliche Accessoires verfügten. Es gab Ausführungen der einfachen Art, die über eine Handkurbel verfügten. Andere Varianten besaßen ein Fußpedal. Wieder andere Modelle baumelten von der Decke.

Diese Apparate wurden als medizinische Massagegeräte angepriesen und zählten schon bald zu den Utensilien jeder Arztpraxis. Einige Mediziner legten sich gleich mehrere dieser Massagegeräte zu und richteten spezielle Behandlungszimmer ein, in denen gleich mehreren „kranken“ Frauen geholfen wurde. Vibratoren kamen so langsam in Mode und entwickelten sich auch zu Accessoires für Männer, die mit unterschiedlichen Aufsätzen bestückt werden konnten. Die Geräte wurden dadurch zu einem Allheilmittel, die an allen möglichen Stellen angewendet werden konnte und zur Linderung aller Arten von Leiden geeignet waren. Amerikanische Mediziner schwärmten von der allumfassenden Vibration, die Impotenz, Verstopfung, Haarausfall bis hin zu Arthrose oder Speck auf den Hüften für alles geeignet waren.

Nach und nach zog das Therapiegerät, das durch seine Schwingungen wirklich alles zu heilen vermochte, auch in Privathaushalte ein. Die Geräte richteten sich jedoch weiterhin hauptsächlich an Frauen und wurden durch Anzeigen in Zeitschriften beworben. Es entwickelten sich Werbeslogans, wie „mild, belebend, erfrischend – von einer Frau entwickelt – für Frauen, die wissen, was sie brauchen“ oder „Die Hilfe, welche jede Frau schützen wird. Zu einer kuriosen Erscheinung kam es 1918, als die Firma Sears, Roebuck and Company sogar einen Stimulator entwickelte, welcher mit einem Universalküchengerät verbunden werden konnte und Adapter für Mixer, Aufschäumer und Ventilator besaß. 1922 pries das Unternehmen „Star“ sein neues Modell als den „entzückenden Begleiter“ an, der „perfekt für Wochenend-Trips“ geeignet sei. Die Hersteller wandten sich zudem immer mehr an Männer, die die Geräte ihren Frauen zu Weihnachten schenken sollten und ihnen zu „glänzenden Augen sowie rosigen Wangen“ verhalf.

Allerdings verschwanden Vibratoren gegen Ende der zwanziger Jahre aus den damaligen Frauenzeitschriften. Dies lag wahrscheinlich daran, dass Dildos verstärkt nur noch als weiblicher Stimulator angesehen wurden und zudem auch in erotischen Filmen zu sehen waren. Durch die Entwicklung des damaligen erotischen Kinos und der Verwendung von Vibratoren in Pornofilmen erlangten diese nach und nach ein Schmuddel-Image. Der einstige medizinische Zweck von Vibratoren verschwand immer mehr.

Die Gegenwart

Nachdem das Silikon erfunden wurde, kamen Vibratoren wieder verstärkt zur Anwendung. Bereits im Jahr 1970 eröffnete in den USA der erste Sexshop für Frauen. Seit den siebziger Jahren werden Dildos in unterschiedlichen Farben und Formen fabriziert. Sexspielzeuge gibt es seitdem in allen möglichen Varianten. Neben den bekannten Dildos und Vibratoren gibt es noch anderen Formen, wie zum Beispiel Liebeskugeln. Dabei wurde das heute vorhandene Wissen über erogene Zonen verwendet und die Toys den Bedürfnissen ihrer Verwenderinnen oder Trägerinnen angepasst. Es gibt daher viele verschiedene Farben, Formen, Größen und Verwendungsmöglichkeiten. Hinzu kommt, dass das Thema Sexualität kein Tabuthema mehr ist, über das man nicht spricht. Zwischenzeitlich haben nur noch wenige Anwenderinnen ein Problem, offen über Sexspielzeug zu sprechen und dieses auch zu verwenden. Mittlerweile entwickelten sich besondere Dildo-Partys, die mit Kaffeekränzchen vergleichbar sind. Spezielle Sextoy-Beraterinnen gaben in lockerer, heimischer Atmosphäre Tipps zur Anwendung. Eine weitere Rolle spielt das Internet, wo Sexspielzeug bequem und anonym erworben werden kann. Jeder hat die Möglichkeit, Toys oder andere Spielzeuge zu kaufen, ohne dass er einen Sexshop betreten muss. Die Hersteller von Dildos müssen daher flexibel auf den Markt reagieren oder sich den geänderten Einkaufsgewohnheiten der Anwenderinnen anpassen.

Holzdildos

Sextoys gibt es in allen möglichen Ausführungen und Preisklassen. Dildos werden nicht nur aus Silikon, sondern aus Glas Edelstahl und sogar aus Holz hergestellt. Holz ist ein Naturmaterial und hat den Vorteil, dass es biologisch abbaubar ist und keine Weichmacher enthält.

Ein Holzdildo wird in der Regel nicht durch Massenproduktion, sondern in Handarbeit fabriziert und bietet zudem noch weitere Vorteile. Zunächst mag Skepsis angebracht sein, da das Material Holz sich nicht mit Feuchtigkeit verträgt und möglicherweise Splitter bilden kann. Um jedoch bei einem Holzdildo eine glatte Oberfläche zu erzielen, wird das Holz sehr sorgfältig geschliffen. Anschließend erfolgen Politur und Versiegelung, sodass ein Holzdildo auch mit Feuchtigkeit in Verbindung kommen kann. Da Dildos bei ihrer Verwendung keine Reibung erzeugen sollen, werden sie aus glatt poliertem Holz hergestellt.

Ein Vorteil ist, dass ein Holzdildo mit jedem beliebigen Gleitgel verwendet werden kann, während bei Silikondildos nur Gleitgels auf Wasserbasis angewendet werden dürfen. In vielen Fällen gelingt auch die Anwendung ohne jegliches Gleitgel, da Holzdildos durch ihre große Glätte nur wenig Reibung erzeugen. Hinzu kommt das im Vergleich zu Glas oder Edelstahl geringe Gewicht eines Holzdildos. Die meisten Toys aus Holz werden in kleinen Handwerksbetrieben hergestellt.